Spielbericht TTSF vs. Oberschopfheim vom 02.02.2013

Hohberg distanziert Oberschopfheim abermals
In dem mit Spannung erwarteten Lokalderby zwischen den beiden Tabellennachbarn Hohberg (8 Minuspunkte und Platz 3) und Oberschopfheim (7 Minuspunkte und Platz 4) ging es natürlich auch darum den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten.Trotzdem steht die Begegnung immer wieder unter dem Zeichen guter, nachbarschaftlicher Rivalität, in dem die Gäste abermals versuchten ihren ersten Erfolg gegen die Hohberger einzufahren. Zumal es galt die schmerzliche 1:9 Heimniederlage aus der Hinserie gerade zu rücken. Dies gelang erneut nicht: mit 9:4 mussten sich die Oberschopfheimer, die eigentlich in der Liga das etwas konstantere Team stellen, am Ende deutlich der Heimmannschaft geschlagen geben.
Beide Mannschaften haben in den Doppeln das gleiche Problem: Alle Paarungen spielen zwar recht ordentlich, es fehlt aber auf beiden Seiten ein absolutes Spitzendoppel. Das veranlasste wohl beide Teams erneut umzustellen, zumal die Verstärkung durch den aus Altdorf zur Rückrunde gewechselten Andreas Bührer sowieso Veränderungen für Oberschopfheim erzwang. Hohberg jedenfalls setzte sicherheitshalber auf seine bisher stabilste Paarung Feißt / Huck an Position 2. Die Taktik ging auf: durch den souveränen 3:0 Sieg gegen das Spitzendoppel Bührer / Reifenschweiler und den gleichzeitigen Erfolg von Stoll / Gühr gegen Malutzki / Leneweit sowie die Niederlage von Bußhardt / Degen gegen Hättig / Röderer ergab sich fast ein Spiegelbild der letzten Begegnung.
Für eine sportliche Sensation sorgte dann aber der junge Stefan Reifenschweiler, der in atemberaubender Manier Tischtennislegende Stoll im fünften Satz in die Knie zwang. Dabei zeigte der insbesondere auf der Rückhandseite spielerisch stark verbesserte Schüler außerordentliche Nervenstärke, verspielte er doch eine 10:4 (!) Führung im Entscheidungssatz. Hoffnung kam für „Oberschopfe" auf, da dieser Punkt wahrlich nicht eingerechnet war. An der anderen Platte machte es der an diesem Tag nicht in Topform agierende Malutzki dem sehr konzentrierten Felix Gühr nicht zu schwer, um zu seinem 3:1 Sieg zu kommen.
Nachdem die beiden Spiele in der „Mitte" (Huck vs. Röderer und Feißt vs. Hättig) beim Stande von 3:2 klar jeweils 3:0 an die Hausherren gingen, wurde der Sieg von Jonas Degen gegen Leneweit bereits zum Knackpunkt der Partie. Degen zeigte in dieser Patie, dass er inzwischen den Sprung von der Bezirksliga in die Verbandliga nun auch mental geschafft hat. Nach verlorenem ersten Satz, stellte er sein Spiel komplett um und lies seinem Kontrahenten von da an keine Chance mehr. Eine taktische Meisterleistung, die den erreichten Reifegrad des Abiturienten dokumentiert.
Nun war beim Stand von 6:2 klar, dass Hohberg sich auf der Gewinnerstraße befand. Zwar gelangen noch Achtungserfolge des starken Bührer, der gegen Andreas Bußhardt eine 2:0 Satzführung gerade noch Heim fahren konnte sowie durch Hättich gegen Huck, der sich für seine Hinrundenniederlage revanchieren konnte. Aber als Felix Gühr im Spiel des Tages gegen Reifenschweiler einen 0:2 Rückstand noch zu seinen Gunsten umbiegen konnte, war das Spiel gelaufen. Dabei zeigten die beiden Nachwuchstalente in einem an Dramatik kaum zu überbietenden Spiel, ihr großes Potenzial. Für Felix Gühr sicher eine besonderer Tag, zumal er mit zwei Siegen das Übergewicht im vorderen Paarkreuz herstellte. Michael Feißt und eben Felix Gühr waren damit mit jeweils 3 Punkten die Matchwinner.

In der Tabelle überholen die Hohberger nun auch nach Minuspunkten die Oberschopfheimer. Der Abstand zwischen beiden Teams ist durch die Verstärkung von Bührer für die Gäste zwar etwas kleiner geworden. Ernsthaft gefährden konnten sie die Hohberger dennoch (noch) nicht. Die zahlreichen Zuschauer jedenfalls kamen in einer sehr kurzweiligen Begegnung voll auf ihre Kosten.