Spielbericht TTSF vs. Singen vom 09.12.2013

2:9 Klatsche gegen Singen
Am vergangenen Samstagabend stand die erste Herrenmannschaft der TTSF Hohberg vor einer Hercules-Aufgabe. Der Gast, TTC Singen, abgeschlagener Tabellenführer mit 18:0 Punkten, zeigte sich bislang in der Saison sehr souverän, sodass man sich auf Hohberger Seite kaum Chancen ausrechnete.

Hinzu kam, dass sich Captain Huck zwei Wochen zuvor eine Meniskusverletzung zuzog und folglich nicht an der Begegnung teilnehmen konnte. Sein Fehlen wurde durch den Ersatzmann Sebastian Schienle aus der 5. Mannschaft kompensiert. Aufgrund der Abwesenheit des Kapitäns war es an Ersatzcaptain Bußhardt, die Gegner und  Zuschauer zu begrüßen. Traditionell scheiterte dieses Unterfangen, was nichts Gutes erahnen ließ. Thomas Huck wäre stolz.

In den Eingangsdoppeln konnte sich lediglich das Hohberger Spitzendoppel, in Person von Stoll/Gühr Felix, gegen ihre Gegner durchsetzen. So ging man mit einem Stand von 1:2 aus Sicht der Hohberger in die Einzelpartien.

Direkt zu Beginn gab es eine kleine Überraschung. Hohbergs Routinier, Achim Stoll, der seine letzten Gegner, die der im Tischtennisspport aussterbenden Rasse der Abwehrspieler angehören, laut eigener Aussage „pulverisiert“ hatte, sah sich nun einem schwereren Gegner gegenüber – Nico Vasdaris. Trotz engagierten Versuchen des Lehrers sein Gegenüber in die Schranken zu weisen, musste er ihm nach dem vierten Satz gratulieren. Youngster Gühr sah kein Land gegen den kolumbischen Spitzenspieler der Liga Arcila Orozco Carlos Andres.

Nun kam die Hohberger „Mitte“ zum Zug. Michael Feißt, der schon durch das Pink seines signalfarbenen Einspieltrikots, welches dem im Regenwald wohnhaften Pfeilgiftfroschs nachempfunden ist, zeigte, dass mit ihm heute nicht zu Spaßen sei. So platzierte er seine harten Topspins in die Ecken und setzte entscheidende Akzente mit seinem angestaubten Noppenbelag, was zu dem 3:1-Sieg über Martin Mehne führte. Die nächsten drei Partien von Degen, Bußhardt und Schienle gingen alle mehr oder weniger deutlich an die Gäste, was das zwischenzeitliche 7:2 verursachte.

Erneut durfte das vordere Paarkreuz seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Stoll ging mit niedrig gesteckten Erwartungen an die Platte und war mental eher auf eine Abreibung vorbereitet. Jedoch bot er seinem Gegenüber Arcila Orozco Paroli. Im vierten Satz lag die Sensation schon in der Luft, die dann von der Gegnerischen Nummer 1 durch großen Tischtennissport abgewendet wurde. Nachdem Stoll im 5. Satz verlor, schritt Felix Gühr zu seinem zweiten Auftritt an die Platte. Nach einem Spiel mit vielen Höhen und Tiefen endete die Parte umkämpft im 4. Satz. Dieser Punkt der Singener setzte den Schlussstrich an diesem Abend.

Die Hohberger stehen nun zum Ende der Vorrunde mit einem Spielverhältnis von 12:8 auf einem komfortablen 4. Platz in der Tabelle. Mit  diesem vierten Rang ist man im Hohberger Lager sehr zufrieden. In  der Rückrunde müssen jedoch noch einige Punkte gesammelt werden um den Klassenerhalt endgültig zu sichern.