"Alleine geht man schnell, zusammen geht man weit"
Hubert Röderer (Tischtennis Baden-Württemberg) im Gespräch mit Thomas Huck, dem 2. Vorstand der TTSF Hohberg über die Herausforderungen des Ehrenamts unter sich ändernden Rahmenbedingungen
Hast du eine Übersicht über all deine Ehrenämter? Falls ja: Hier ist die Gelegenheit, sie aufzuzählen.
Meine Aufgaben haben sich im Verein organisch entwickelt. In meiner Rolle als zweiter Vorstand, die ich seit 2009 innehabe, habe ich versucht, da zu unterstützen, wo ich es für notwendig hielt. Ich habe mir damals schon viele Gedanken darüber gemacht, wie der Verein sich auf die geänderten Rahmenbedingungen einstellen muss. Dazu gehört der Blick auf die Verwaltungsprozesse oder die Organisationsentwicklung, damit im Hintergrund alles rund läuft.
Und ja, dann gibt es noch ein paar Projekte, um die ich mich kümmere: Ich bin Webverantwortlicher der Homepage, koordiniere das Sponsoring und verwalte unser Vereinsarchiv. Das jährlichen Saisonheft gestalte ich zusammen mit Andreas Bußhardt und seiner Schwester Christine und vielen, vielen Autoren – das ist eine echte Gemeinschaftsproduktion. Eine Aufgabe ist auch die Kaderplanung der Herren. Aber all das mache ich natürlich nie allein. Wir haben inzwischen eine so schlagkräftige Vorstandschaft unter dem Vorsitz unseres langjährigen Präsidenten Rainer Rudolf mit vielen jungen, motivierten Menschen, sodass wir alles gemeinsam planen und entscheiden. Darüber hinaus gibt es natürlich zahlreiche Vereinsmitglieder die an allen Ecken mit anpacken.
Welches ist das wichtigste und arbeitsintensivste?
Sagen wir mal so: am meisten Nerven kostetet es immer, wenn die Interessen der einzelnen Spielerinnen und Spieler ausgeglichen werden müssen. Also die Kaderplanung. Wir fragen vor der Saison bei allen Aktiven die Vorstellungen ab und wollen wirklich die Wünsche eines jeden Einzelnen berücksichtigen. Dass dies aber Kompromissbereitschaft von allen erfordert, ist klar. Hier sprechen wir immer sehr intensiv miteinander. Diesen Prozess zu moderieren ist eine echte Herausforderung, aber es geling jedes Jahr zufriedenstellend. Jeder in unserem Verein weiß inzwischen, dass die Ziele des Vereins über den Interessen des Einzelnen stehen. Eine Grundvoraussetzung wenn man Teil unserer Gemeinschaft sein möchte.
Wie kamst du zu deinem allerersten Ehrenamt? Hat dich ein bestimmter Mensch motiviert oder ein bestimmtes Thema?
Ich war bis zum 30. Lebensjahr im Bezirk Braunschweig also im Niedersächsischen Tischtennisverband unterwegs. Hier gab es einen wunderbaren Verein: den MTV Hattorf, ein Ort in meiner Heimatstadt Wolfsburg. Dieser Verein war wie eine zweite Familie für mich. In diesem Umfeld haben sich viele Freundschaften gebildet, die bis heute halten. Kurz um: Tischtennis im Verein hat mir wahnsinnig viel gegeben. Ich würde sogar sagen es ist Teil meiner Identität. Daher war für mich immer klar, dass ich nach meiner intensiven Leistungssportphase, diesem Sport, den ich so liebe, wieder etwas zurückgeben wollte. Hört sich pathetisch an, ist aber so.
Wie viele Stunden investierst du in der Regel pro Woche in das oder die Ehrenämter?
Das komm etwas auf die jeweilige Phase in der Saison an. Aber im Schnitt so 5 bis 10 Stunden pro Woche. Ich empfinde es aber nicht als Arbeit, jedenfalls meistens nicht (lacht).
Du bist quasi der Sportchef der TTSF Hohberg, hast mit dafür gesorgt, dass der Verein in Mittelbaden zu einer Tischtennis-Hochburg geworden: Wie, vor allem, ist das gelungen?
Wie viel Zeit haben wir? (lacht). Es ist so: Das ist nicht der eine große Geniestreich, sondern es muss an vielen, vielen kleinen Stellschrauben gedreht werden. Wenn ich jetzt alle Details aufzähle, sprengen wir hier sicher den Rahmen. Aber im Grunde fängt alles im Kopf an: Unser Mindset war immer, die Veränderungen der Zeit anzunehmen. Wir wollten nicht zu denen gehören, die ständig jammern, dass früher alles besser war. Früher war es halt anders!
Wir haben versucht, die neuen Rahmenbedingungen zu akzeptieren und die Chancen darin zu suchen. Basis dafür ist ein klares Leitbild als Kompass. Man benötigt eine gute Organisation, die die Arbeit möglichst auf viele Schultern verteilt. Hier sind wir, glaube ich gut aufgestellt. Viele Dinge sind ja heute auch viel einfacher, wenn ich zum Beispiel an die Möglichkeiten der Digitalisierung oder der Kommunikation denke.
Wir machen daraus übrigens kein Geheimnis. Wer es genau wissen will, dem bieten wir gerne einen Blick in unseren „Maschinenraum“ bei den TTSF Hohberg an. Wir haben unser Konzept schon einigen Vereinen vorgestellt, um voneinander zu lernen. Dieser Austausch macht Spaß und hilft allen.
Wie viele Mannschaften hat der Verein: Erwachsene, Frauen, Jugend?
Aktuell: 6 Erwachsene, 2 Damen und 4 Jugendmannschaften
Wir hoffen im nächsten Jahr eine Damen 3 zu gründen und auch eine weitere Erwachsenenmannschaft ins Rennen schicken zu können. Aber daran müssen wir noch ein bisschen arbeiten. Mal schauen. Wir haben in den letzten Jahren schon ein wenig den Fokus auf den Mädchen- und Damensport gelegt, da wir hier viel Potential sehen, wenn man passende Konzepte entwickelt.
Wie viele Trainer/Übungsleiter sind im Einsatz?
Wir haben so rund 10 Trainer, die mehr oder weniger intensiv arbeiten. Worauf wir stolz sind, ist die Tatsache, dass wir die meisten unserer Trainer selbst ausbilden und diese auch aktiv in unseren Teams spielen bis hoch zu den ersten Damen und Herren. Ein echter Erfolgsfaktor! Wenn ich diesen einen Tipp geben darf: Liebe Vereine bildet nicht nur Eure Spieler aus, sondern auch eigene Trainer. Das hat enorme positive Effekte…
Was sind die größten Herausforderungen?
Wir haben sehr viel Zeit damit verbracht die vielen kleinen und größeren Aufgaben im Verein auf möglichst viele Schultern zu verteilen. Natürlich gibt es wie in jedem Verein bei uns auch Schlüsselpersonen, die aber nicht zu einem Risiko werden dürfen, falls sie einmal ausfallen. Wir haben also vor Jahren alle Vereinsaufgaben aufgelistet mit dem wir die Mitarbeit von möglichst vielen Vereinsmitgliedern fördern wollen. Zum Beispiel muss u.a. jedes aktive Mitglied bei uns mindestens einmal einen Bewirtungsdienst machen und regelmäßig die Betreuung von Jugendmannschaften übernehmen. Das Prinzip soll sein: viele machen wenig anstatt wenige viel. Klappt ganz gut, muss man aber dran bleiben (lacht). Auch in unserem Verein gibt es keine Perfektion.
Was ist für dich der besonders Reiz eines Ehrenamtes?
Oh, das ist eine gute Frage. Ich denke eine Grundvoraussetzung muss man natürlich mitbringen: Man muss Menschen einfach mögen. Ich war schon immer gerne unter Leuten, das ist für mich die Basis von allem. Aber der eigentliche Reiz? Der lag für mich immer im Gestalten. Ich wollte zeigen, dass man einen gemeinnützigen Verein so aufstellen kann, dass er eben nicht wie ein Kartenhaus in sich zusammenbricht, wenn z.B. mal eine einzelne Person wegfällt. Ich hatte ein Idealbild im Kopf: ehrenamtliche Arbeit sollte doch keine Last sein! Es müsste doch möglich sein, das Ganze so effizient zu organisieren, dass sich die motivierten Ehrenämtler nicht mit Bürokratie usw. rumschlagen müssen, sondern Zeit für das Wesentliche haben und nicht zehnmal das gleiche diskutieren müssen. Genau dieses Tüfteln und Gestalten an den Abläufen, das hat mir immer viele Spaß gemacht. Im Übrigen kann ich jedem jungen Menschen nur empfehlen in einem Verein mitzuarbeiten. Man kann in einem geschützten Umfeld viele Erfahrungen sammeln, die man woanders sehr gut gebrauchen kann.
Wie spielt der Partner mit, die Familie?
Da habe ich zum Glück volle Rückendeckung, wofür ich auch dankbar bin. Sowohl meine Frau Karin als auch mein Sohn Leon sind ja ebenfalls tischtennisbegeistert und sind beide bei den Tischtennissportfreunden. Leon ist bei uns als Schatzmeister ebenfalls im Vorstand und koordiniert auch die Schiedsrichter in der Region. Karin, die ja der Grund war, dass ich im Badischen „gelandet“ bin, ist auch schon seit ihrer Kindheit in der Tischtennisszene, damals u.a. beim TV Bühl . Übrigens hatten wir in diesem Jahr eine Premiere, in dem wir alle drei in einem Verbandsligaspiel gemeinsam aufgelaufen sind. Ein echtes Highlight und tolle Familienaktion.
Wie oft hast du für deine Tätigkeit auch schon Lob von Dritten geerntet?
Also, ich finde ja: Wer ein Ehrenamt nur deshalb übernimmt, um ständig auf die Schulter geklopft zu bekommen, wird wahrscheinlich nicht lange durchhalten. Natürlich ist Anerkennung wichtig und sie tut auch gut – keine Frage! Aber sie sollte nie der eigentliche Antrieb sein. Dankbarkeit bekommt man im Verein auf so vielfältige Weise gezeigt, ohne dass es immer laut ausgesprochen werden muss. Wenn man sieht, wie stolz ein Jugendspieler nach seinem ersten Sieg ist, oder wenn nach einem langen Heimspieltag alle noch zusammenhocken und man merkt, wie wohl sich die Leute fühlen. Diese Atmosphäre, dass die Menschen gerne kommen und sich mit dem Verein identifizieren – das ist eigentlich das größte Lob, das man für die Arbeit im Hintergrund bekommen kann.
Apropos Schmerzgrenze: Wie oft schon kam, vielleicht auch weil der Beruf fordernd war, der Gedanke: „Jetzt reicht’s!“?
Nie. Klar gibt es knifflige Momente, die auch nicht immer durchgängig Spaß machen. Aber wir haben im Verein niemanden, der sein Ego über das der anderen stellt. Wenn das so wäre, käme ich sicherlich an meine Grenzen. Solange alle kompromissbereit sind und respektvoll miteinander umgehen, findet man eine gemeinsame Lösung. Und: wenn „alles zu viel wird“, kann man sich ja auch mal für eine Zeit zurücknehmen. Es ist ja alles freiwillig und man ist ja nie allein.
Hast du Ehrenämter außerhalb des Tischtennis? Wenn ja: welche?
Nein, diese Aufgabe reicht mir und das lässt mein Beruf einfach nicht zu und meiner Familie möchte ich auch nicht noch mehr zumuten.
Du spielst ja selbst Tischtennis – und immer noch gut. Wie oft spielst du heute noch - und wo und wie hoch?
Ich versuche zweimal in der Woche zu trainieren, sofern es meine Hüfte zulässt, die mir aktuell Probleme macht. Mir macht Tischtennis immer noch sehr viel Spaß und tut mir gut. Insbesondere da wir in diesem Jahr entschieden haben alle Hohberger TT-Veteranen in unserem Verein in die dritte Mannschaft zu stecken. Wir sind mit einer echten Oldie-Truppe gerade in der Verbandsliga Herbstmeistert geworden. Das macht natürlich Spaß!
Wann hattest du deinen ersten Schläger in der Hand? Und wer hat ihn dir gegeben?
Meinen ersten Schläger habe ich mir selbst auf dem Flohmarkt gekauft. Der „Belag“ war mit einem Filzstift „verziert“. Für jeden Schwimmbadschläger wäre der Vergleich eine Beleidigung (lacht).
Auf welche sportlichen Erfolge bist du besonders stolz?
Ach, da muss ich gar nicht lange überlegen! Ein absolutes Highlight war mein Sieg 1986 im Einzel beim Turnier in Esbjerg (Dänemark) in der zweithöchsten Kategorie. Das war damals das größte Turnier in Europa mit einem 1024er-Feld – absoluter Wahnsinn, alles KO-Spiele natürlich, wie damals üblich! Aber das Verrückteste war das Finale: Ich stand da tatsächlich meinem besten Freund Peter Wode gegenüber. Er hat auch das Turnier seines Lebens gespielt. Gegen den besten Kumpel in so einem Rahmen das Finale zu spielen, das vergisst man nicht. Mein schönster Einzelerfolg war gegen Richard Prause im Hessischen Pokalfinale, damals gegen FTG Frankfurt. In diesem Jahr haben wir mit Bruno Lehmann, Achim Stoll und Michael Feißt, also mit drei gebürtigen Hohbergern, die Bronzemedaille bei den Deutschen Ü60 Mannschaftsmeisterschaft geholt. War in dieser Konstellation auch etwas Besonderes.
Und welche Niederlage nagt an dir bis heute?
Auch sehr einfach: meine Niederlage gegen Helmut Hampel, dem Trainer von Timo Boll. Ich spielte damals für den ESV Jahn Kassel und es ging im Spitzenspiel der 2. Liga gegen die FTG Frankfurt. Ich war im Flow, führte gegen Hampel hoch im Entscheidungssatz, machte einen weiteren sehr guten Punkt, den mein Gegner nur noch ins Netz spielen konnte, dachte ich. Drehte mich um und jubelte. Der Ball sprang aber gegen das Netzgestell und dann im hohen Bogen auf die Platte. Ich, und die zahlreichen Zuschauer, konnte nur noch entsetzt sehen wie der Ball auf meine Seite seelenruhig auftippt. Danach war ich so von der Rolle, dass ich dieses wichtige Spiel verlor. Das vergesse ich niemals.
Warum bist du nicht Nationalspieler geworden?
Das ist einfach: mir fehlte das Talent und auch Trainer. Ich war enorm trainingsfleißig aber mehr konnte ich als Autodidakt einfach nicht rausholen. Außerdem war für mich auch Tischtennis als Beruf nicht unbedingt das was ich wollte.
Gibt es so etwas wie einen Lieblingsgegner? Falls ja: Wer ist das – und aus welchem Grund?
Das ist mein alter Studienkollege Peter Igel aus Norddeutschland. Bis heute noch ein richtig guter Abwehrspieler mit dem ich mir epische Duelle im Training geliefert habe. Wir haben beide sehr voneinander profitiert. Damals war es dadurch schwer für einen Abwehrspieler gegen mich zu gewinnen. Leider habe ich im Laufe der Zeit diese Stärke eingebüßt.
Welchen Anteil an deinem sportlichen Werdegang hatten deine Eltern?
Meine Eltern haben mich und meine beiden Brüder, die auch Tischtennis spielen, immer unterstützt, auch wenn sie selbst kein Tischtennis gespielt haben. Mein Vater war einfach wahnsinnig sportinteressiert und hat uns überall dorthin gefahren, wo wir gerade spielen mussten. Dafür bin ich heute noch sehr dankbar.
Wie oft gab es schon Momente, da du dir sagtest: Ich denke, jetzt ist es am besten, mit dem Tischtennis aufzuhören?
So einen Moment gab es nicht ein einziges Mal, selbst nach den bittersten Niederlagen, die mich eigentlich immer nur angespornt haben. Die Faszination von Tischtennis hat bei mir nie nachgelassen, eigentlich im Gegenteil. Je mehr ich über diesen Sport weiß, desto mehr interessiert er mich.
Welches ist der/die beste baden-württembergische TT-Spieler/in aller Zeiten?
In BW ist es natürlich Steffen Fetzner, der zusammen mit Rossi bis heute den einzigen WM-Titel für Deutschland errungen hat. Allerdings bin ich ja in Niedersachsen groß geworden. Dort ist es für mich Dimitrij Ovtcharov, gegen den ich auch einmal im Doppel gespielt habe. Damals war uns nicht klar was aus diesem kleinen Buben mal werden würde…
Was sollten Vereine tun, um neue Mitglieder, zumal Jugendliche, zu gewinnen?
Ich würde die Frage ein wenig anders formulieren: die Jugendlichen in die Halle zu bekommen ist nicht so schwierig. Da kann man Schul-AGs oder Ferienfreizeiten anbieten. Aber wie hält man die Jugendlichen und noch viel schwieriger: wie schafft man den Übergang in den Erwachsenensport? Da gibt es aus meiner Sicht zwei Faktoren: erstens muss man dafür sorgen, dass sich die Schützlinge kontinuierlich sportlich entwickeln. Der Spaß am Spiel bleibt meist nur, wenn man merkt es geht sportlich voran. Und zweitens muss den Kindern und Jugendlichen mehr geboten werden als nur die Platte und der Schläger. Man muss eine echte Gemeinschaft herstellen. Ideal ist es, wenn die Kinder und Jugendlichen nicht „nur“ ins Training gehen, sondern in die Halle kommen, um ihre Freunde zu treffen. Dann geht der Rest fast von allein.
Gibt es Tischtennisregeln, die man ändern sollte?
Danke für die Frage! Wenn ich eine Sache sofort ändern könnte, dann wäre es die Ungerechtigkeit beim Doppelaufschlag. Mein Vorschlag wäre ganz simpel: Man sollte – wie beim Tennis übrigens auch – einmal von links und einmal von rechts aufschlagen müssen, damit Chancengleichheit herrscht. Es ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, warum man das nicht längst angegangen ist. Aus meiner Sicht ist die jetzige Regelung eine klarer Vorteil für bestimmte Spielertypen, z.B. bei der Annahme für Linkshänder mit einer starken Vorhand. Auch beim Aufschlag müssen sich Rechtshänder stark umstellen, Linkshänder kaum.
Und gibt es Regeln, die man unbedingt einführen sollte?
Neue Spieler sollten nicht während der Saison geholt werden dürfen. Das empfinde ich als extrem wettbewerbsverzerrend und ein Vorteil für finanzstarke Vereine. Im Amateurbereich sollte es auf jeden Fall verboten werden.
Bald gibt es im Verband deutlich weniger Bezirke: Ist das gut?
Der Ansatz ist absolut richtig. Wir merken doch alle, dass es immer schwieriger wird, Leute zu finden, die sich auf Bezirksebene engagieren wollen. Wenn wir die Anzahl der Bezirke verringern, ist das im Grunde der Versuch, den administrativen Überbau ein Stück weit einzudämmen. Wenn wir die Prozesse bündeln und effizienter werden, entlasten wir die Ehrenamtlichen, die ja meist auch in ihren Vereinen aktiv sind. Insofern ist diese Reform für mich ein notwendiger und richtiger Schritt, um zukunftsfähig zu bleiben. Übrigens könnte ich mir durchaus vorstellen gerade jetzt am Anfang der Fusion meine Erfahrungen einzubringen. Ein gut funktionierender Bezirk ist auch gut für den Verein.
Was macht rund ums Tischtennis am meisten Freude?
Training, Wettkampf, Gemeinschaft. Alles zu gleichen Teilen.
Hast du, neben Tischtennis, weitere Hobbys?
Ich habe neben Tischtennis noch eine weiter Leidenschaft: das ist die Musik. Ich spiele seit 15 Jahren in der Band „Generations“ mit der wir hin und wieder auftreten, wenn es die Zeit erlaubt. Übrigens eine Band, die aus unserem Verein heraus entstanden ist… Ein riesiger Spaß und auch hier ein echtes Gemeinschaftserlebnis mit tollen Geschichten. Und um gute Geschichten geht es doch im Leben, oder?
Das Interview führte Hubert Röderer